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Yasa - Kurdisches Zentrum für Juristische 
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Appell an die Öffentlichkeit - Völkermord an religiösen Minderheiten verhindern!

Bonn, 09.August.2014 Die Lage im Irak und in Syrien wird immer bedrohlicher, seitdem die Extremisten des IS an Boden gewinnen. Den Fanatikern, deren erklärtes Ziel es ist ein Großislamisches Reich zu errichten, das auf der Scharia, ist es in den letzten Wochen gelungen, immer mehr Städte in ihre Gewalt zu bringen. Hierbei haben sie Unmengen an Waffen und Geld erbeuten können. Wo die selbsternannten Gotteskrieger herrschen, begehen sie unbeschreibliche Verbrechen und Grausamkeiten. Andersgläubige werden geköpft und gekreuzigt, Kinder ermordet und Frauen missbraucht. Aus den vom IS eroberten Gebieten erreichen uns furchtbare Berichte von Hinrichtungen, Vertreibung und Vergewaltigungen. 

Sowohl in Syrien als auch im Irak eskaliert die Lage zunehmend. So ist es dem IS gelungen, das nordirakische Mossul in seine Gewalt zu bringen. Aus Angst vor den Fanatikern sind die, die konnten, geflohen. Nach Berichten von Menschenrechtsorganisationen sind mindestens 150.000 Menschen vor den extremistischen Fanatikern geflüchtet. So leben in der Stadt, die in der Region liegt, die die Wiege des Christentums ist, erstmals seit fast 2000 Jahren keine Christen mehr. Zudem ist es dem IS gelungen, die yezidische Stadt Sinjar unter ihre Kontrolle zu bringen, die an der Grenze zum kurdischen Autonomiegebiet liegt. Die Yezidi werden seit Jahrhunderten von Muslimen als Ungläubige und Teufelsanbeter diffamiert und verfolgt. Zehntausende sind bereits geflüchtet. Viele wurden ermordet. Es gibt Berichte von Massenhinrichtungen und Enthauptungen. Die UN berichtet von 40 Kindern, die infolge des Konfliktes bereits ihr Leben verloren haben. Mit der Eroberung des Gebietes durch die religiösen Fanatiker des IS droht ein Genozid an den kurdischen Yezidi. 

Auch die Lage in Syrien spitzt sich zu. Im Nordosten des Landes haben die Terroristen des IS eine Großoffensive gegen die Stadt Al-Hasaka, die eine Vielzahl ethnischer und religiöser Minderheiten beherbergt, gestartet. Damit droht den Menschen das gleiche Schicksal von Mord und Vertreibung wie den Schiiten, Christen, Yeziden und Sunniten in Mossul und Sinjar. Verzweifelt versuchen die Kurden, die Zivilbevölkerung in ihren Gebieten zu schützen. Allerdings haben sie dem IS, der über viele Waffen und schweres Gerät verfügt, wenig entgegenzusetzen. Zudem haben die religiösen Fanatiker des IS die kurdischen Gebiete von jeglicher Versorgung abgeschnitten. Die humanitäre Lage ist katastrophal. Es gibt weder Nahrungsmittel und Wasser noch Strom. Ähnlich sieht die Lage  in der syrisch Kurdischen Stadt Kobani aus. Die Stadt wird seit mehreren Monaten mit schwerer Artillerie beschossen. Die Zivilbevölkerung ist bereits zum Großteil geflohen. Im Mai 2014 wurden 130 kurdische Schulkinder vom IS entführt. Berichten von Human Rights Watch zufolge werden ihnen unter Schlägen die Grundsätze der Scharia eingetrichtert. Dami wird internationales Recht gebrochen. Der Missbrauch von Kindern in bewaffneten Konflikten ist ein Kriegsverbrechen. Die Weltgemeinschaft darf nicht länger tatenlos zusehen, wie der IS seine Schreckensherrschaft ausdehnt. „IS stellt eine besondere Gefahr für die christliche und yezidische Minderheit in Syrien und im Irak dar und muss gestoppt werden, um weiteren Genozid zu verhindern“ sagt Fawzi Dilbar Vorsitzende von YASA e.V. Im Namen der Freiheit und der Menschenrechte muss der Westen geschlossen auftreten und dem IS, auch militärisch, Einhalt gebieten. Die internationale Gemeinschaft muss die Zivilbevölkerung in den kurdischen Gebieten, die sowohl in Syrien als auch im Irak den einzigen Hort der Stabilität und Sicherheit für religiöse Minderheiten bilden, schützen.

Die aktuellen Entwicklungen in Syrien und im Irak finden kaum Beachtung. Die Menschen sind jedoch dringend auf internationale, humanitäre und militärische Hilfe angewiesen. Es droht ein Völkermord an den religiösen Minderheiten. Bitte teilen Sie unseren Aufruf!!!

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an Herren Vindar Sido (  This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. ).